Oberhalb des Dorfes Stara Morawa (Alt Mohrau) an der Straße nach Kletno verbirgt sich einer der ungewöhnlichsten Orte der Glatzer Grafschaft: ein historischer Kalkofen aus dem frühen 19. Jahrhundert, der heute als lebendige Kunstgalerie genutzt wird. Das Bauwerk wird Karl Friedrich Schinkel zugeschrieben — allein das macht einen Besuch lohnenswert.
Der Kalkofen ist aus Bruchstein und Ziegel auf hexagonalem Grundriss errichtet, verjüngt sich nach oben und wird von einer Terrasse mit kleiner Rotunde und grünem Blechdach gekrönt. Eine Wendeltreppe führt durch den alten Brennraum bis ganz nach oben. Angebaut ist ein Wohnhaus mit Atelier; ringsum lädt ein kleiner Park mit japanischem Garten, Glockenturm und Pyramide zum Verweilen ein. Im Winter liegt der Kalkofen malerisch im Schnee, im Sommer blüht der Garten und das Gelände verwandelt sich bei Konzerten und Vernissagen in einen Treffpunkt für Kunstliebhaber.
AnreiseDer Kalkofen ist auch Sitz des deutsch-polnischen Vereins 'Wapiennik Gnadenstein' — ein schönes Symbol der Verständigung zwischen beiden Nationen in dieser historisch bewegten Region.