Wer abseits der ausgetretenen Pfade etwas Besonderes sucht, wird in den bewaldeten Hügeln der Vizovice-Hochebene fündig: Die Burgruine Starý Světlov zählt zu den größten Anlagen des Mantelmauertyps in Mähren und beeindruckt noch heute mit mächtigen Erdwällen und Mauerresten aus sieben Jahrhunderten Geschichte.
Die Ruine liegt rund 10 km südwestlich von Vizovice und knapp einen Kilometer nordwestlich des Dorfes Podhradí bei Luhačovice, in der Nähe des Hügels Bába (635 m ü. M.). Das Gelände ist von Wald umgeben und wirkt in jeder Jahreszeit eindrucksvoll — sommerlich grün und schattig, im Herbst in warme Farben getaucht. Der bis zu 5 Meter hohe Erdwall, der den ovalen Burghof umgibt, die Überreste des Palasttrakts und die Umrisse des tiefen Burggrabens lassen die einstige Anlage gut erahnen. Die Burg soll einst weithin sichtbar weiß gestrahlt haben — von einer Kalkputzschicht, die Archäologen tatsächlich nachgewiesen haben.
Anreise und ZugangEine alte Sage berichtet, dass der Raubritter Pankrác von Liptovský Svätý Mikuláš einen gewaltigen Schatz tief in den Kellern der Burg vergraben haben soll — drei Männer aus dem nahegelegenen Pozlovice, die ihn in einer Sturmnacht ausgraben wollten, sollen vom Teufel persönlich über die umliegenden Hügel verstreut worden sein. Der Schatz wartet angeblich noch immer.