Die Weißen Karpaten sind ein sanftes, waldreiches Grenzgebirge zwischen Tschechien und der Slowakei — und ein Geheimtipp für alle, die abseits der Touristenmassen echte Natur, blühende Bergwiesen und ruhige Wanderwege suchen. Hier ticken die Uhren langsamer, und das spürt man bei jedem Schritt.
Die Landschaft wirkt auf den ersten Blick zurückhaltend, entfaltet aber einen ganz eigenen Zauber. Sanft geschwungene, bewaldete Kämme wechseln mit grünen Tälern ab, durch die Morava und Váh ihren Weg zur Donau finden. Buchenwälder prägen die oberen Hanglagen, weiter unten im Süden dominieren Eichen-Hainbuchen-Wälder. Das eigentliche Highlight sind jedoch die Mähwiesen: Im Frühjahr und Frühsommer verwandeln sich die Hänge in ein Blütenmeer aus Orchideen und seltenen Wildblumen — ein Naturschauspiel, das die UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt hat. Wer genauer hinschaut, entdeckt auch markante Kalkfelsen, die sogenannten Bradlá, die dramatisch aus den Baumkronen ragen.
Highlights:Im Kalksteinband des Gebirges verstecken sich mehrere Höhlen, darunter die Drachenhöhle und eine kleine Eishöhle bei Zvonové — ein kühler Abstecher, der sich an einem Wandertag wunderbar einbauen lässt.