Der Klášťov (753 m ü. d. M.) ist der höchste Gipfel der Vizovicer Hochfläche in Mähren — und einer der archäologisch bedeutsamsten Hügel Mitteleuropas. Unter seinem bewaldeten Kamm verbergen sich ein Burgwall aus der Spätbronzezeit und der Epoche des Großmährischen Reiches sowie fast tausend eiserne Artefakte aus mehr als zehn Depots. Dazu kommen der legendenumwobene Teufelstein auf dem Gipfel und ein atemberaubender Blick nach Süden über die walachische Hügellandschaft.
Das markanteste Merkmal der Gipfelzone ist der Felsblock namens Čertův kámen ('Teufelstein'), auf dem die Volksüberlieferung Abdrücke von Schulter, Kopf und Huf des Teufels erkennt. Kurz unterhalb des Gipfels sprudelt eine Quelle. Der steinerne Wall der Burganlage — bis zu drei Meter hoch — umschließt rund 2,1 Hektar bewaldetes Plateau. Stimmungsvoll zu jeder Jahreszeit: Frühlingsblüten im Wald, schattige Sommerpfade und goldene Buchenwälder im Herbst. Seit 2008 führt ein Lehrpfad zu Ehren des Archäologen Dr. Jiří Kohoutek durch das Gelände.
AufstiegsmöglichkeitenNach der Hypothese von Dr. Kohoutek könnte Klášťov der erste bekannte Kultplatz der frühen Slawen in Mähren und Böhmen gewesen sein — möglicherweise dem Donnergott Perun geweiht. Die hier entdeckten großmährischen Eisendepots sind die umfangreichste Sammlung dieser Art, die je in Mähren, Böhmen, der Slowakei und den Nachbarländern gefunden wurde.