Versteckt hinter einer Häuserzeile an der Poarta-Șchei-Straße im Herzen von Brașov verbirgt sich die Beth-Israel-Synagoge — ein außergewöhnliches Beispiel jüdischer Sakralarchitektur in Rumänien und ein Meisterwerk des ungarischen Jugendstils, entworfen vom renommierten Architekten Lipót Baumhorn und 1901 eingeweiht. Sie ist noch immer eine aktive Gemeinde und lädt Besucher ein, lebendige Geschichte mitten in Siebenbürgen zu erleben.
Das Gebäude vereint neogotische und maurische Stilelemente auf beeindruckende Weise. Im Inneren erwarten einen farbige Buntglasfenster mit den Wappen von 32 israelischen Siedlungen, hohe Säulen mit Frauenemporen und ein Dach, das das Symbol der Gesetzestafeln trägt. Die Atmosphäre ist ruhig und besinnlich — ein wohltuender Gegenpol zum geschäftigen Treiben der Altstadt. Die Synagoge ist montags bis freitags geöffnet; der Eintritt ist kostenpflichtig.
AnreiseWissenswertes: Der Bau der Synagoge kostete 1,2 Millionen Kronen — mehr als die berühmte Synagoge in Szeged. Im August 2014 wurde im Innenhof ein Denkmal für die siebenbürgischen Opfer des Holocaust enthüllt.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)