In einem schlichten Mietshaus in der Kościelna 7 in Wadowice, direkt neben der Basilika Mariä Opferung, erblickte Karol Wojtyła am 18. Mai 1920 das Licht der Welt — der spätere Papst Johannes Paul II., dessen Pontifikat die Welt veränderte. Das heutige Museum ist Pflichtprogramm für jeden Polen-Besuch und zieht jährlich rund 250.000 Gäste an.
Auf über 1.200 Quadratmetern, verteilt auf vier Etagen vom Keller bis zum Dachgeschoss, erwartet die Besucher eine beeindruckende Mischung aus authentischen Objekten und moderner Multimediatechnik. Die Wohnung der Familie Wojtyła wurde im Stil der 1920er-Jahre rekonstruiert: Der originale Kachelofen, Familienportraits an ihrem ursprünglichen Platz, Alltagsgegenstände und vier Soutanen aus den verschiedenen Phasen seiner kirchlichen Laufbahn erzählen vom Leben eines außergewöhnlichen Menschen. Auch seine Skier, sein Paddel und sein Rucksack erinnern daran, dass Wojtyła ein leidenschaftlicher Bergwanderer war.
AnreiseDas Museum wurde erstmals am 18. Mai 1984, dem 64. Geburtstag des Papstes, eröffnet und nach umfassendem Umbau im April 2014 in seiner heutigen Form wiedereröffnet — entworfen vom Atelier, das auch das gefeierte Museum des Warschauer Aufstands gestaltet hat.