Der Maniawa-Wasserfall zählt zu den eindrucksvollsten Naturschauspielen der ukrainischen Karpaten — rund 20 Meter stürzt das Wasser in eine wilde Schlucht hinab, umgeben von alten Weißtannen- und Buchenwäldern. Wer echte Wildnis abseits des Massentourismus sucht, ist hier genau richtig.
Der Wasserfall liegt am Fluss Maniawka, einem Nebenfluss der Bystrytsya Solotvynska, im Gebirgszug Gorgany nahe dem Dorf Maniawa im Oblast Iwano-Frankiwsk. Unterhalb des Hauptfalls bildet der Fluss eine rund 200 Meter lange Schlucht mit bis zu 20 Meter hohen Felswänden — alles aus eozänen Flyschgesteinen des Karpaten-Skib-Deckels geformt. Mehrere kleinere Stromschnellen von bis zu 2 Metern setzen das Naturspektakel flussabwärts fort. Im Frühling donnert das Wasser mit der vollen Kraft der Schneeschmelze; im Sommer bietet die schattige Schlucht angenehme Kühle; im Herbst leuchten die Buchenwälder in Gold und Kupfer und verwandeln den Ort in eine malerische Kulisse.
Anreise und ZugangIm Volksmund nannten die Dorfbewohner den Wasserfall seit jeher 'Shypot' — ein altes karpathisches Wort für das zischende Rauschen des fallenden Wassers, das man noch heute deutlich hören kann.