Die Kunstsammlungen Chemnitz gehören zu den bedeutendsten Kunstmuseen Ostdeutschlands, mit rund 65.000 Exponaten, verteilt auf mehrere historische Häuser in Chemnitz. Hier trifft klassische deutsche Kunst auf Expressionismus und Gegenwartskunst, und 2010 wurde das Museum von der deutschen Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbandes AICA zum Museum des Jahres gekürt.
Das Hauptgebäude ist das 1909 eröffnete Jugendstil-König-Albert-Museum am Theaterplatz mit hellen, weitläufigen Oberlichtsälen, ideal für Malerei und Grafik. Die Atmosphäre wechselt mit jeder Sonderausstellung, doch den festen Kern bildet eine herausragende Sammlung von Werken Karl Schmidt-Rottluffs, die zweitgrößte weltweit. Im Winter laden die gemütlichen Innenräume zum ausgiebigen Verweilen ein, im Sommer lässt sich der Besuch gut mit einem Spaziergang durch die Innenstadt verbinden.
Zum Museumsverbund gehören außerdem das Museum Gunzenhauser mit klassischer Moderne, das Henry-van-de-Velde-Museum in der Villa Esche, das Schloßbergmuseum mit der Burg Rabenstein sowie das Karl Schmidt-Rottluff Haus.
AnreiseEin bemerkenswertes Detail: 1937 wurden im Rahmen der Aktion Entartete Kunst 724 Werke aus der Sammlung beschlagnahmt, ein Großteil davon vernichtet — heute erinnert das Museum offen an diese Verluste.