Die Burgruine Karlsberg — auf Tschechisch Kašperk — gehört zu den eindrucksvollsten mittelalterlichen Überresten im böhmischen Teil des Böhmerwaldes. Kaiser Karl IV. ließ sie 1356 als Grenzfestung errichten, um die Goldbergwerke und den Handelsweg nach Passau zu schützen. Wer die Ruine besucht, taucht in eine lebendige Geschichte ein, die über sechs Jahrhunderte reicht.
Die Burg thront auf einem Felsgrat auf etwa 889 Metern Höhe im Naturpark Kašperská vrchovina, umgeben von den dichten Wäldern des Böhmerwaldes. Der mächtige Palastbau mit seinen zwei quadratischen Wohntürmen prägt das Bild der Anlage. Von den Türmen aus schweift der Blick weit über die hügelige Waldlandschaft — besonders im Herbst, wenn die Bäume leuchten, ist der Anblick unvergesslich. Im Winter verleiht der Schnee der Ruine eine geheimnisvolle Stille.
Anreise und ZugangKarl IV. benannte die Festung nach sich selbst — 'Karlsberg' — und die Burg diente ihm als Ausgangspunkt für die Kontrolle der gesamten Grenzregion. Bekannt wurde sie auch als Kulisse für das tschechische Märchenfilm 'Anděl Páně'.
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