Die Ruinen des Kapuzinerklosters in Mariánská sind ein Ort, an dem heute Stille herrscht, wo einst Pilger und Gebete das Geschehen bestimmten. Erhalten sind nur noch die Umfassungsmauern und kleine Fundamentreste, doch die Geschichte dieses Ortes bleibt beeindruckend.
Mariánská liegt im Erzgebirge, nahe Jáchymov und dem Berg Plešivec, umgeben von den sanften Hügeln, Wäldern und weiten Wiesen, die für diese Region typisch sind. Im Sommer ist es ein ruhiges Ziel für Wanderungen und Radtouren, im Winter legt sich Schnee über die Ruinen und verstärkt ihre stille, melancholische Atmosphäre. Die frühere Siedlung Mariánská wurde größtenteils zu privaten Ferienhäusern umgebaut, sodass der Ort heute abgeschieden und ruhig wirkt.
AnfahrtWenige wissen, dass im 14. Jahrhundert hier der Einsiedler Jan Niavius lebte, der Entstehung, Untergang und Wiederaufblühen einer Stadt in dieser Gegend vorausgesagt haben soll - und das Schicksal des Klosters, das 1965 nach Jahren der Nutzung durch die kommunistische Geheimpolizei abgerissen wurde, scheint diese düstere Prophezeiung zu bestätigen.