Der Reitstein, tschechisch Jezdec, ist die malerische Ruine einer Felsenburg auf einem Granitsporn über der Schwarzen Neiße, mit Blick auf das Kateřinské údolí am nördlichen Rand des Liberecer Stadtteils Ruprechtice. Ein idealer Ort für alle, die einen kurzen Spaziergang mit etwas Geschichte und schöner Aussicht verbinden möchten – anstelle von Mauern findet man heute vor allem Felsrippen und Einkerbungen, Spuren der einstigen Holzkonstruktion.
Der Felssporn ist an der Südseite durch einen Wall und einen Graben vom restlichen Bergrücken getrennt, umgeben von der typischen Landschaft des Isergebirges – Granitfelsen, Wälder und steile Hänge, die ins Tal abfallen. Im Sommer liegt der Ort im grünen Schatten, im Herbst leuchtet er in bunten Farben, und im Winter verleihen raureifbedeckte Felsen ihm eine rauhe Schönheit. Heute dient Reitstein hauptsächlich als Aussichtspunkt über die umliegenden Hügel und das Tal.
Anfahrt
Der Sage nach soll auf der Burg ein Raubritter gehaust haben, der nach den Hussitenkriegen von den Bibersteinern gefangen genommen wurde. Der Name Reitstein geht auf die Legende zurück, wonach ein Pferd mit einem Sprung in die Tiefe den Anführer der Räuber rettete und dabei seinen Hufabdruck im Fels hinterließ. Angeblich führte auch ein geheimer Gang von der Burg bis zum Haus Nr. 1 in Liberec.