Die Fogarascher Burg ist eine der besterhaltenen mittelalterlichen Festungen Rumäniens — ein imposantes Bollwerk, das von einem breiten Wassergraben umgeben ist und Jahrhunderte bewegter Geschichte in sich trägt: von siebenbürgischen Fürsten über osmanische Angriffe bis hin zu einem kommunistischen politischen Gefängnis. Wer zwischen Brașov und Sibiu reist, sollte hier unbedingt haltmachen.
Die Burg erhebt sich mitten in der Stadt Făgăraș am Fuße der Fogarascher Berge und bietet zu jeder Jahreszeit einen eindrucksvollen Anblick. Im Sommer spiegeln sich die Türme im stillen Graben, im Herbst rahmen goldene Baumkronen die mächtigen Bastionen ein, und im Winter verleiht der gefrorene Wassergraben der gesamten Anlage eine fast märchenhafte Strenge. Betritt man den Innenhof über die Zugbrücke, spürt man förmlich das Gewicht von über 700 Jahren Geschichte.
AnreiseEin erschütterndes Kapitel dieser schönen Festung: Von 1950 bis 1960 diente sie als kommunistisches politisches Gefängnis — über 5.000 Menschen wurden hier oft ohne Urteil festgehalten, was die Burg zu einem bedeutenden Mahnmal macht.