Das Kasino von Sinaia ist eines der schönsten historischen Gebäude Rumäniens — ein prächtiges Belle-Époque-Juwel mitten in einem der beliebtesten Bergkurorte der Karpaten. Wer es besucht, taucht ein in eine Welt aus königlicher Geschichte, herausragender Architektur und lebendiger Kulturszene.
Das Gebäude liegt im parkähnlichen 'Dimitrie Ghica'-Park und ist schon von weitem ein echter Blickfang. Es wurde nach dem Vorbild des Kasinos von Monte Carlo errichtet — kein Zufall, denn Hauptaktionär Baron Edgar de Marçay war auch Anteilseigner des berühmten Spieltempels an der Côte d'Azur. Der Entwurf stammt vom Architekten Petre Antonescu, der Bau dauerte weniger als sieben Monate; die Eröffnung fand am 5. Juli 1912 auf Initiative von König Carol I. statt. Das Gebäude wirkt zu jeder Jahreszeit bezaubernd: Im Sommer von üppigem Grün umgeben, im Herbst in goldenes Laub gebettet und im Winter mit verschneiten Gipfeln im Hintergrund.
AnreiseIm Konzertsaal steht noch immer das Klavier, auf dem der junge Ausnahmegeiger George Enescu 1913 zur Wiedereröffnung spielte — ein Abend, der im Beisein der Königsfamilie und Premierminister Titu Maiorescu mit einem Feuerwerk endete.