Das Castrum Resculum bei Bologa im Kreis Cluj ist eines der eindrucksvollsten römischen Militärzeugnisse Siebenbürgens — ein antikes Kastell, das um 106 n. Chr. errichtet wurde und dessen Überreste noch heute sichtbar sind. Wer gerne an Orten wandelt, wo Geschichte buchstäblich aus dem Boden ragt, wird diesen stillen Fleck Rumäniens lieben.
Die Ruinen befinden sich in einem Gebiet namens Grădiște, eingebettet in sanfte Hügel und Felder, wie sie für diesen Teil Transsilvaniens typisch sind. Die Atmosphäre ist ruhig und ländlich — grüne Wiesen rahmen die alten Steinreste ein, und die Stille lässt die Fantasie spielen. Im Frühling und Sommer ist die Umgebung besonders malerisch, im Herbst taucht sie sich in warme Goldtöne. In der Nähe finden sich auch Überreste eines römischen Badehauses, das den Besuch noch lohnenswerter macht.
AnreiseDas Kastell diente als Garnison der Cohors I Aelia Gaestorum milliaria und der Cohors II Hispanorum. Im 2. Jahrhundert wurden Kolonisten aus Griechenland — vermutlich aus der Gegend von Patras — hierher angesiedelt. Es gilt als die älteste bekannte Siedlung der gesamten Region.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)