Das römische Kastell von Gilău ist eines der spannendsten archäologischen Zeugnisse Transsilvaniens — ein Ort, an dem die Geschichte des Römischen Reiches greifbar nah ist. Die Ruinen liegen im südlichen Teil der Gemeinde Gilău, rund 25 km westlich von Cluj-Napoca, und waren einst dazu bestimmt, die römische Stadt Napoca zu schützen.
Die Atmosphäre am Gelände ist ruhig und beschaulich. Die Ruinen selbst sind nicht hoch aufragend, aber das Bewusstsein, auf dem Boden einer antiken Festung zu stehen, verleiht dem Besuch eine besondere Tiefe. Im Frühling und Sommer rahmt sattgrüne Landschaft das alte Gemäuer ein, im Herbst sorgen goldene Felder für eine stimmungsvolle Kulisse. Ideal für einen entschleunigten Ausflug abseits der üblichen Touristenpfade.
AnreiseGilău war das erste Kastell in Transsilvanien, an dem Archäologen den Übergang vom Erd-und-Holz-Lager zur steinernen Befestigung eindeutig nachweisen konnten. Besonders spektakulär: ein hier entdeckter Schatz von 1.170 römischen Denaren, wohl vor einem Karpen-Einfall Mitte des 3. Jahrhunderts vergraben.