Die Kirche St. Nikolaus im Dorf Densuș ist die älteste orthodoxe Steinkirche Rumäniens — ein außergewöhnlicher Ort, an dem antike römische Baumaterialien zu einem bis heute genutzten Gotteshaus zusammengefügt wurden. Wer auf Entdeckungsreise durch das Szeklerland ist, sollte diesen stillen Schatz im Kreis Hunedoara unbedingt einplanen.
Das Dorf Densuș liegt in einem sanften grünen Tal nahe der Stadt Hațeg. Von außen wirkt die Kirche fast unscheinbar — kompakt, mit meterdicken Mauern und einem vierstöckigen Steinturm — doch im Inneren eröffnet sich eine Welt voller Geschichte: Fresken aus dem 15. Jahrhundert, darunter eine einzigartige Darstellung Jesu in rumänischer Volkstracht, zieren die Wände. Im Sommer liegt die Kirche inmitten satter grüner Wiesen, im Herbst umrahmen goldene Bäume den alten Friedhof, und im Winter verleiht Schnee dem grauen Stein eine fast mystische Stimmung.
AnreiseEin bemerkenswertes Detail der wechselvollen Geschichte: Von 1566 bis Ende des 19. Jahrhunderts diente das Gebäude auch als kalvinistische Kirche, die Fresken wurden übertüncht — und eine ungarische Inschrift aus dem Jahr 1782 ist am Glockenturm noch heute zu lesen.