Die Nikolauskirche in Brașov ist eine der ältesten orthodoxen Kirchen Rumäniens und das kulturelle Herzstück des historischen Șchei-Viertels. Wer Transsilvanien wirklich verstehen möchte, kommt an diesem Ort nicht vorbei.
Das Gebäude thront eindrucksvoll über dem Șchei-Viertel, eingebettet in ein altes Friedhofsgelände und eine historische Nachbarschaft, die den Charme vergangener Jahrhunderte bewahrt hat. Der Baustil verbindet Gotik mit barocken Elementen — die beiden Fronttürme verleihen der Kirche eine majestätische Silhouette. Im Inneren begeistern Fresken aus dem Jahr 1849 von den renommierten Malern Mișu Popp und Constantin Lecca sowie Wandbilder aus dem 20. Jahrhundert mit Szenen aus der rumänischen Geschichte. Zu jeder Jahreszeit hat das Kirchengelände seinen eigenen Reiz: Im Sommer lädt der grüne Innenhof zur Ruhe ein, im Winter verleiht frischer Schnee dem alten Gemäuer eine fast märchenhafte Stimmung.
AnreiseEin bemerkenswertes Detail: Der Glockenturm wurde 1751 dank einer Schenkung von 13.000 Gulden durch Zarin Elisabeth von Russland errichtet — ein Beweis dafür, dass der Ruf dieser Kirche weit über die Karpaten hinausreichte.