Die Kirchenburg von Tartlau (Prejmer) ist eine der eindrucksvollsten mittelalterlichen Wehrbauten Siebenbürgens — eine gewaltige Ringfestung um eine gotische Kirche, die der siebenbürgisch-sächsischen Gemeinde jahrhundertelang Schutz bot. Das UNESCO-Weltkulturerbe lädt dazu ein, über Wehrgänge zu schlendern und in winzige Kammern einzutauchen, die einst Hunderte von Menschen retteten.
Schon beim Betreten des Komplexes beeindruckt die Wehrhaftigkeit: bis zu 5 Meter dicke und fast 12 Meter hohe Mauern bilden einen nahezu perfekten Kreis um die Kirche, innen gesäumt von vier Ebenen mit über 270 Kammern. Die Atmosphäre wechselt mit den Jahreszeiten — im Sommer kühl und schattig, im Herbst in warmgoldenem Licht, im Winter von stiller, fast mystischer Stimmung.
AnreiseDas Dorf Tartlau wurde zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert über 50 Mal zerstört, da es als erstes Ziel für Eindringlinge über den Buzău-Pass lag — doch die Festung selbst wurde nur selten erobert, ein eindrucksvoller Beweis für das Können ihrer Erbauer.