Im kleinen Dorf Homojdia, in der Gemeinde Curtea im rumänischen Banat, steht eine Holzkirche, die seit über zweihundert Jahren über die Dorfgemeinschaft wacht. Es ist ein bescheidenes, aber sehr stimmungsvolles Bauwerk, das der Entschlafung der Gottesmutter geweiht ist und als historisches Denkmal Rumäniens gelistet wird.
Die Kirche wurde zwischen 1782 und 1804 erbaut und zeigt heute deutliche Spuren des Verfalls, bewahrt aber dennoch den Charme traditioneller Holzarchitektur des Banats. Die Außenwände sind mit Lehm verkleidet, und der schlanke, mit Schindeln gedeckte Turm über dem Narthex verleiht dem Gebäude eine markante ländliche Silhouette. Die umliegende Landschaft ist typisches Banater Hügelland - ruhig, grün und touristisch kaum erschlossen, ideal für alle, die authentische Dorfatmosphäre abseits der Massen suchen. Besonders im Herbst, wenn sich die Hügel golden und rostrot färben, wirkt der Ort fast zeitlos.
AnreiseEin altes Foto aus dem Jahr 1931 zeigt den Turm noch mit einer barocken, zwiebelförmigen Kuppel gekrönt - heute ersetzt durch eine schlichte, schindelgedeckte Spitze, ein stiller Beweis dafür, wie sehr sich dieses kleine Gotteshaus im Laufe der Zeit verändert hat.