Der Heilbronner Weg ist der älteste und bekannteste Felsensteig der Nördlichen Kalkalpen - ein hochalpiner Pfad, der sich auf 2432 bis 2615 m Höhe durch die schroffen Allgäuer Alpen zieht. Für erfahrene Bergwanderer ist er ein echtes Highlight mit spektakulären Ausblicken und alpinem Flair.
Der Weg bildet einen Teil der Verbindung von der Rappenseehütte zum Waltenbergerhaus oder zur Kemptner Hütte. Er verläuft über einen exponierten Felsgrat und kreuzt dabei vier Mal die deutsch-österreichische Staatsgrenze. Kurze Abstecher führen zu bekannten Gipfeln wie Hohes Licht, Mädelegabel, Steinschartenkopf und Bockkarkopf. Von der Abzweigung Hohes Licht-Bockkarscharte beträgt die reine Gehzeit etwa zwei bis drei Stunden, die gesamte Strecke von der Rappenseehütte zur Kemptner Hütte dauert rund sechs Stunden.
Schwierigkeit und GeländeDer Weg wurde 1895 von dem Alpinisten Anton Hengeler trassiert und 1899 eröffnet - die aufwendigen Felssprengungen ließen die Baukosten fast auf das Doppelte der geplanten Summe steigen. Bis heute gilt er als eindrucksvolles Zeugnis alpinen Wegebaus des 19. Jahrhunderts.
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