Auf dem Gipfel des Allerheiligenberges (648 m ü. NN.) erhebt sich ein schlanker Steinturm, der schon auf den ersten Blick begeistert. Der 1913 erbauteturm aus warmrotem, lokalem Sandstein gehört zu den schönsten Aussichtspunkten der Mittleren Sudeten und bietet ein Panorama, das weit über die Grenzen Polens hinausreicht.
Von der Galerie des rund 15 Meter hohen Turmes schweift der Blick über das gesamte Glatzer Land: das Schneegebirge, das Heuscheuergebirge, die Trockenen Berge, das Eulengebirge und das Bardogebirge liegen wie auf einer Landkarte ausgebreitet. Bei guter Sicht sind die Braunauer Wände auf tschechischer Seite zu erkennen, und unter besonders günstigen Bedingungen zeigt sich sogar die Schneekoppe im Riesengebirge am Horizont. Der kreisförmige Turm, der sich leicht nach oben verjüngt und von einem charakteristischen Kegeldach bekrönt wird, ist ein handwerkliches Kleinod des frühen 20. Jahrhunderts. Im Herbst verwandelt sich die umgebende Landschaft in ein Farbenspektakel aus Gold und Rot.
Anreise zum AussichtspunktDer Turm trug ursprünglich den Namen des Feldmarschalls Helmuth Karl von Moltke, dessen Familie aus dem nahegelegenen Kreisau stammte und den Bau finanziell unterstützte. Sein Reliefbildnis über dem Eingangsportal ist bis heute erhalten.