Der Kowarpass ist einer jener Sudeten-Orte, an dem Geschichte dem Wanderer buchstäblich entgegenkommt. Auf 727 m ü. NN gelegen, markiert er die Grenze zwischen dem Riesengebirge und dem Janowitzer Bergland — ein natürliches Tor zwischen zwei Gebirgszügen, das zum Verweilen einlädt.
Der Pass hat einen weitläufigen, offenen Charakter: ein breites, flach eingeschnittenes Sattel, das auf beiden Seiten von steilen Hängen flankiert wird. Es ist der am weitesten nach Nordosten vorgeschobene Punkt des polnischen Riesengebirges, mit Blicken auf die sanfteren Hänge des Janowitzer Berglandes. Hier kreuzen sich Wege nach Schmiedeberg (Kowary), Landeshut (Kamienna Góra) über Ogorzelec, zum Grenzpass Okraj sowie zu umliegenden Dörfern. Im Sommer herrscht reges Wandertreiben, im Herbst leuchten Buchen- und Fichtenwälder in warmen Farben, im Winter wird es rau und windig.
So erreichen Sie den AussichtspunktAm Pass steht ein Gedenkstein aus dem Jahr 1861, der mit dem sogenannten 'Hungerweg' verbunden ist — einem Pfad, den Arbeiter aus Schmiedeberg einst zu weit entfernten Arbeitsstätten nutzten. Daneben steht ein geheimnisvolles monolithisches Steinkreuz unbekannten Alters und Ursprungs.