Das Ľubochnianske sedlo (701 m ü. M.) ist einer der bedeutendsten historischen Gebirgspässe in der westlichen Großen Fatra — ein tiefer, markanter Sattel, der die Regionen Liptau und Turz seit Jahrhunderten miteinander verbindet. Wer die Westlichen Karpaten der Slowakei abseits der Touristenströme erleben möchte, findet hier einen lohnenden Ausgangspunkt.
Der Pass liegt zwischen dem mächtigen Gipfel Kopa (1187 m) im Norden und dem Tlstý diel (990 m) im Süden und bildet den niedrigsten Punkt des westlichen Kamms der Großen Fatra. Nach Westen öffnen sich Ausblicke auf das Waagtal und das Turzbecken, nach Osten ins Ľubochnianka-Tal. Ein unverkennbares Landschaftsmerkmal sind die breiten, gerodeteten Waldstreifen, durch die zwei parallele Hochspannungsleitungen vom Wasserkraftwerk Krpeľany verlaufen — ein markanter industrieller Akzent in der wilden Natur. Im Frühjahr und Herbst ziehen Nebelschwaden durch die Flanken, im Sommer präsentiert sich der Pass in sattem Grün mit weiten Kammblicken.
So erreichen Sie den PassEine bemerkenswerte historische Notiz: Die kaiserliche Poststraße von Wien nach Kaschau führte einst über diesen Pass, und im April 1945 marschierten die ersten tschechoslowakischen Truppen genau hier ins Turzbecken ein. Im Volksmund heißt der Pass bis heute 'sedlo Fatra' oder 'Vrchfatra'.