Der Šíp (1.169 m) ist der höchste Gipfel der Šípska Fatra in der Slowakei — eine markante, spitz zulaufende Silhouette hoch über dem Zusammenfluss von Waag und Arwa, die schon von weitem neugierig macht. Felsige Gratkronen, Buchenwälder und weite Ausblicke auf die Westkarpaten erwarten jeden, der sich hier auf den Weg macht.
Das Bergmassiv beeindruckt durch seine abwechslungsreiche Morphologie: steile Rinnen, bizarre Felstürmchen aus widerstandsfähigen Chočer Dolomiten und Kalksteinen sowie die sogenannte 'Okrúhla skala' (Runder Fels), auch 'Janosiks Tisch' genannt, mit ihrer glatten, nach Süden überhängenden Wand. Knapp einen Kilometer westlich des Hauptgipfels erhebt sich der Zadný Šíp (1.143 m) — noch felsiger und gekrönt von einem hohen Holzkreuz. Vom Gipfel selbst reicht der Blick nach Süden und Osten über die höchsten Kuppen der Veľká Fatra bis zur Krížna, über die Niederen Tatra mit Chopok und Ďumbier sowie ins tief eingeschnittene Waagtal. Von einer kleinen waldfreien Kuppe westlich des Hauptgipfels ergänzt sich das Panorama um beide Teile der Kleinen Fatra mit dem Veľký Kriváň und dem zerklüfteten Veľký Rozsutec. Bei klarer Sicht reicht der Blick im Norden bis zur Veľká Rača und zum Pilsko im Schlesischen Beskidengebirge.
Aufstiegswege'Šíp' bedeutet auf Slowakisch Dorn, Stachel oder Pfeil — und tatsächlich erklärt die pfeilspitze Silhouette des Berges, gesehen vom Zusammenfluss der Waag und der Arwa bei Kraľovany, diesen treffenden Namen auf einen Blick.