Der Stausee Pastviny ist eines der malerischsten Gewässer im tschechischen Sudetenraum — ein stiller, von den Hügeln des Adlergebirges umrahmter See, der Geschichte, Natur und Erholung auf besondere Weise verbindet. Die Talsperre wurde zwischen 1933 und 1938 erbaut und überspannt wird der See von einem beeindruckenden zweiböfigen Stahlbetonviadukt der Straße II/312. Wer hierher kommt, spürt sofort: Dieser Ort hat eine ganz eigene, ruhige Magie.
Die Landschaft rund um den Stausee wechselt ihr Gesicht mit den Jahreszeiten. Im Sommer laden die geschützten Buchten — die größte ist die Studenecká zátoka — zum Entspannen am Wasser ein, und Waldwege entlang der Ufer bieten einfache Spaziergänge mit schönen Ausblicken auf den See und die bewaldeten Hänge. Im Herbst leuchtet alles in warmen Gold- und Rottönen, und morgendlicher Nebel über dem Wasser verleiht der Szenerie eine fast geheimnisvolle Stimmung. Gespeist wird der See von der Wilden Adler (Divoká Orlice), die dem Gebiet eine natürliche, wilde Note gibt.
AnreiseEine Tatsache, die nachdenklich stimmt: Beim Bau der Talsperre mussten 74 Gebäude abgerissen werden — Wohnhäuser, Geschäfte und eine Schule. Sie alle liegen heute still auf dem Grund des Sees, über den man so friedlich hinwegblickt.