Die Talsperre Amselbach gehört zu den kleinsten Talsperren im Freistaat Sachsen und liegt versteckt in der ruhigen Landschaft nahe Zwickau. Ein schönes Ziel für alle, die einen kurzen, beschaulichen Spaziergang mit einem Hauch Industriegeschichte verbinden möchten.
Die Staumauer aus Beton mit Bruchsteinverkleidung staut den Amselbach, einen kleinen Nebenfluss der Zwickauer Mulde. Die Umgebung wirkt intim und grün, der Wald reicht fast bis ans Wasser, und man hört meist nur das Plätschern des Bachs und Vogelgesang. Im Sommer lädt die Talsperre zu einem entspannten Spaziergang am Wasser ein, im Herbst leuchten die umliegenden Wälder in bunten Farben, und im Winter zeigt sich die Anlage von ihrer stillen, kargen Seite. Die Mauerkrone ist begehbar, allerdings gibt es keine Brücke über die Hochwasserentlastung — ein Übergang zur anderen Seite ist an dieser Stelle also nicht möglich.
Anfahrt
Erbaut wurde die Talsperre zwischen 1938 und 1942, um die Dampflokomotiven der Reichsbahn mit Wasser zu versorgen; zusätzlich diente sie der Trinkwasserversorgung der Region — heute ist sie vor allem ein ruhiger Ort zum Durchatmen in der Natur.