Der Pass Súľová liegt auf 909 m ü. d. M. im Hauptkamm der Volovské vrchy (Ochsenberge) im Slowakischen Erzgebirge und ist ein echtes Geheimtipp-Ziel für Wanderer, die abseits des Trubels unterwegs sind. Hier verläuft seit Jahrhunderten die Grenze zwischen der historischen Region Zips im Norden und Gemer im Süden — eine unsichtbare Linie, die dem Ort eine besondere Atmosphäre verleiht.
Der Pass trennt die Zlatý-stôl-Gruppe im Südosten von der Knole-Gruppe im Nordwesten. Über dem Sattel erhebt sich im Nordwesten das Massiv des Babiná (1278 m), im Südosten dominiert der Gipfel Peklisko (1070 m). Auf der Südseite entspringt der Súľovský-Bach und schafft ein weitläufiges, tief eingeschnittenes Tal von knapp 11 km Länge. Nach Norden fallen die Hänge rasch in das hoch gelegene Hnilec-Tal ab — der Fluss liegt in der Luftlinie nur knapp 550 m vom Sattel entfernt. Im Frühling und Sommer leuchtet die Umgebung in sattem Grün, im Herbst verwandelt sich die Landschaft in ein Meer aus Gold- und Rottönen. Am Pass selbst erinnern ein hölzernes Kreuz und die Ruinen einer alten gemauerten Herberge an vergangene Reisende.
AnreiseVon den Serpentinen der Straße nördlich des Passes eröffnen sich schöne Ausblicke auf das Hnilec-Tal — ein kleines, aber lohnendes Highlight auf dieser historischen Gebirgsüberquerung.