Der Kráľova hoľa (1948 m ü. d. M.) — auf Deutsch auch Königsberg genannt — ist einer der zwei Nationalberge der Slowaken und einer der lohnendsten Gipfel der Niederen Tatra. Wer hier oben steht, blickt über ein Panorama, das knapp ein Sechstel der gesamten Fläche der Slowakei umfasst.
Oberhalb der Waldgrenze öffnet sich der Gipfel zu weiten Almwiesen und ausgedehnten Latschenkiefernfeldern — eine herrlich freie, windgepeitschte Landschaft. An klaren Tagen reicht die Sicht 50 bis 60 km weit und umfasst die Hohe Tatra, das Slowakische Paradies, die Stolitzer Berge und bei außergewöhnlicher Fernsicht sogar das über 220 km entfernte Borschawa-Polonyna-Massiv. Im Sommer leuchten die Hänge grün, im Herbst färben sich Heidelbeersträucher und Latschenkiefern gold und rotbraun. Der Winter hüllt den Gipfel in Stille und Schnee und verleiht ihm eine ganz eigene Magie.
AufstiegsroutenDer Legende nach flüchtete König Béla IV. von Ungarn im Jahr 1241 vor den Mongolen auf diesen Gipfel — und König Matthias Corvinus soll hier 1474 nach erfolgreicher Jagd ein Festmahl gehalten und zur Erinnerung eine Inschrift in einen flachen Felsblock gemeißelt haben, der ihm als Tisch diente.