Das Reintal zählt zu den eindrucksvollsten und wildesten Tälern im Wettersteingebirge - hier führt der klassische Aufstiegsweg zur Zugspitze, Deutschlands höchstem Berg, entlang der jungen Partnach. Ein Ort für alle, die echte alpine Naturerfahrung abseits von Straßen und Menschenmassen suchen.
Das Tal entstand während der Würmeiszeit durch den Reintalgletscher und wurde später von der Partnach weiter eingetieft. Das obere Reintal zeigt ein klassisches, U-förmiges Trogtal-Profil und reicht vom Hohen Gaifkopf bis zum Schachen, während das untere Reintal ein schmaleres, V-förmiges Kerbtal ist, geformt vor allem durch den Fluss selbst. Umrahmt wird das Tal von imposanten Gipfeln wie den Höllentalspitzen, dem Hochwanner, dem Hinterreintalschrofen und der Dreitorspitze - ein Bergpanorama, das zu jeder Jahreszeit beeindruckt. Im Sommer ist das Tal grün und vom Rauschen der Partnach erfüllt, im Winter verwandelt es sich in eine stille, schneebedeckte Wildnis. Da keine Straße hineinführt und Siedlungen weit entfernt sind, ist das Reintal bis heute eine der naturbelassensten Talschaften der Bayerischen Alpen.
AnreiseUm 1800 entstanden durch Bergstürze zwei kleine Seen, die Vordere und Hintere Blaue Gumpe. 2005 sorgte ein Starkregenereignis dafür, dass der natürliche Damm des einen Sees brach - die entstehende Flutwelle richtete talabwärts erhebliche Schäden an, deren Spuren teils noch heute sichtbar sind.