Die Raucherkarhöhle zählt zu den beeindruckendsten Höhlen Österreichs und bildet einen zentralen Teil des Schönberg-Höhlensystems - mit über 159 km Länge das längste Höhlensystem des Landes. Hier haben Höhlenforscher jahrzehntelang neue Gänge entdeckt, bis 2007 der lange gesuchte Zusammenschluss mit dem Feuertal-Höhlensystem gelang.
Die Höhle liegt im Toten Gebirge, unterhalb der Gipfel des Vorderen (1786 m) und Hinteren Raucher (1734 m), nahe Bad Ischl im Grenzgebiet zwischen Oberösterreich und der Steiermark. Das Raucherplateau darüber ist eine schroffe Kalklandschaft mit typischen Karsterscheinungen - Dolinen, Klüfte und Felsstufen prägen die Oberfläche, während sich darunter ein Labyrinth aus Gängen bis in über tausend Meter Tiefe erstreckt. Ein Ort für Liebhaber ursprünglicher alpiner Wildnis: Im Sommer bedeckt karge Hochgebirgsvegetation das Plateau, im Winter macht tiefer Schnee das Gebiet meist nur in den wärmeren Monaten zugänglich.
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Praktische Informationen
1961 wurde in der nahegelegenen Bärenhöhle ein außergewöhnlich gut erhaltener Höhlenbärenschädel gefunden - jener Fund, der die jahrzehntelange Erforschung auslöste, die schließlich zu einem der größten Höhlensysteme der Welt führte.