Die Provodínské kameny sind eine markante Basaltfelsformation auf dem Hügel Spící panna (Schlafende Jungfrau), knapp nördlich von Provodín in Nordböhmen. Ein kleines, aber eindrucksvolles Naturdenkmal, bei dem vulkanisches Gestein die Hauptrolle spielt und das für Geologie-Fans wie für Naturliebhaber gleichermaßen lohnt.
Die Landschaft hier wirkt urwüchsig und ein wenig geheimnisvoll - hohe Basaltsäulen ragen aus dem umgebenden Wald empor, geformt durch Millionen Jahre Verwitterung zu markanten fünf- und sechseckigen Säulen. Am Fuß der Felsen wachsen vor allem Hainbuchen und Linden, während sich an den Felsspalten wärmeliebende Pflanzengesellschaften halten. Im Frühling blühen im Wald Türkenbund-Lilien und Frühlings-Schlüsselblumen, an den freiliegenden Felsflächen finden sich Steinmispel, Blaugrüner Schwingel und verschiedene Mauerpfeffer-Arten. Besonders reizvoll ist der Ort im weichen Licht der Morgen- oder Abendstunden.
Anfahrt
Praktische Informationen
Ein spannendes Detail: Im Basalt finden sich zahlreiche Peridotit-Einschlüsse mit Granatkörnern, die während des Vulkanausbruchs aus tiefen Erdmantelschichten emporgeschleudert wurden - ein echtes geologisches Zeitfenster.