Klokočské skály ist ein beeindruckendes Felsenstadtgebiet im Herzen des Böhmischen Paradieses — mit schroffen Sandsteintürmen, engen Schluchten, 300 Pseudokarstjöhlen und weiten Blicken von der Kuestaenoberkante. Wer Tourmobs scheut und echte Natur sucht, ist hier genau richtig.
Das Reservat gliedert sich in zwei Felsmassive: die Betlémské skály im Norden und die eigentlichen Klokočské skály im Osten und Süden. Oben auf dem Plateau herrscht trockenes, sonniges Klima mit lichten Kiefernwäldern; unten in den schattigen Schluchten — etwa im Zelený důl — ist es feucht und kühl, und kälteliebende Bergpflanzen gedeihen weit unterhalb ihrer üblichen Höhenstufe. Diese Gegensätze machen das Gebiet zu jeder Jahreszeit reizvoll: Im Frühling zeigen sich seltene Farnarten, im Herbst leuchten Buchen und Eichen, und im Winter verwandeln sich die zugefrorenen Schluchten in eine mystische Eislandschaft. Entlang des Kuestakamms laden zahlreiche Aussichtspunkte zum Verweilen ein — besonders lohnend ist die Zdenčina vyhlídka im Nordwesten.
Anreise und RoutenDie Ruine der Burg Rotštejn — im 13. Jahrhundert erbaut und 1426 von den Hussiten niedergebrannt — bietet heute Kolonien der Kleinen Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros) Unterschlupf, einer der seltensten Fledermausarten der Tschechischen Republik.