Der Popradzki Landschaftspark ist einer der größten Landschaftsparks Polens — ein weitläufiges, wildes und überraschend vielfältiges Schutzgebiet im Herzen des Sądecker Beskiden-Gebirges. Zwei Hauptkämme, Radziejowa und Jaworzyna Krynicka, rahmen das dramatische Durchbruchstal des Flusses Poprad ein und bilden zusammen über 53.000 Hektar Wälder, Mineralquellen, Sandsteinfelsen und unberührter Natur.
Das Gelände ist typisch für mittelhohe Karpaten-Flysch-Berge: schmale Kämme, steile Täler und breite Gipfelplateaus, die 1.100–1.200 m ü. M. erreichen. Der höchste Gipfel, Radziejowa (1.262 m), krönt einen langen Kamm, der von Buchenwäldern und Fichtenwäldern bedeckt ist. Im Frühling erstrahlt das Unterholz der karpatischen Buchenwälder in Schneeglöckchen, Bärlauch und Orchideen. Der Sommer lädt zu langen Kammwanderungen mit Blick auf die Tatra und die slowakischen Hügel ein. Im Herbst färben sich die Wälder golden und rot, während der Winter die Gipfel in Stille und Schnee hüllt.
Der Park beherbergt Wölfe, Luchse und gelegentlich Bären und Wildkatzen. Vogelbeobachter können auf Auerhuhn, Steinadler oder Schwarzstorch hoffen. An den Magura-Sandsteinfelsen — wie dem berühmten 'Diabelski Kamień' (Teufelstein) bei Jaworzyna Krynicka — hat die Verwitterung beeindruckende Naturformen geschaffen.
AnreiseIm Massiv der Radziejowa wächst der einzige wilde Bestand der endemischen Mehlprimel Polens — eine vom Aussterben bedrohte Art, die im Polnischen Roten Buch der Pflanzen gelistet ist. Eine kleine Blume mit einer ganz außergewöhnlichen Geschichte.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)