Der Nationalpark Niedere Tatra — auf Slowakisch NAPANT — ist der flächenmäßig größte Nationalpark der Slowakei und ein Geheimtipp für alle, die ursprüngliche Berglandschaften abseits des Massentourismus suchen. Zwischen den Tälern des Váh und des Hron erstreckt sich hier ein vielseitiges Gebirge mit dichten Wäldern, Kalksteinfelsen und weiten Hochflächen, das zu jeder Jahreszeit seinen eigenen Reiz entfaltet.
Das Schutzgebiet umfasst über 728 km² und schließt das gesamte Gebirge der Niederen Tatra ein. Der höchste Gipfel, der Ďumbier (2.043 m), prägt den westlichen Teil, während im Osten die Kráľova hoľa beeindruckt — an deren Hängen entspringen gleich vier slowakische Flüsse: Váh, Hron, Hnilec und Hornád. Rund 70 % der Parkfläche sind bewaldet, hauptsächlich mit Buche, Tanne und Fichte. Oberhalb von 1.500 m dominiert die typische Latschenkiefer-Zone. Wanderer, Mountainbiker und im Winter Skifahrer kommen hier voll auf ihre Kosten. Wer Glück hat, begegnet Braunbären, Wölfen, Luchsen oder dem charakteristischen Tatra-Gämse.
Anreise und ZugangswegeEine bemerkenswerte Geschichte: Alle Gämsen im Nationalpark Niedere Tatra stammen von nur 30 Tieren ab, die Mitte der 1970er-Jahre aus der Hohen Tatra und den Belianische Tatra hierher umgesiedelt wurden — ein echtes Naturschutz-Erfolgsprojekt.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)