Die Ludárova hoľa (1.732 m ü.d.M.) gehört zu jenen Gipfeln der Niederen Tatra, die man sich wirklich verdienen muss — kein markierter Wanderweg, keine Menschenmassen, dafür offene Almkämme und ein weiter Rundblick, der seinesgleichen sucht.
Der Gipfel liegt auf einem nach Norden vom Ďumbier abzweigenden Kamm, hoch über dem Ludárova-Tal. Der offene, grasige Charakter des Gipfels mit vereinzelten Latschenkiefernfeldern ermöglicht einen ungehinderten Panoramablick in alle Richtungen. Bei guten Bedingungen sind zahlreiche Gipfel der Niederen Tatra, die Hohe Tatra, die Chočské vrchy, die Kleine Fatra und Teile der Veporské vrchy sichtbar. Im Frühling ergrünen die Matten, im Sommer leuchtet der Kamm saftig grün, im Herbst verwandelt er sich in ein Meer aus Gold und Rostbraun. Im Winter ist das Gelände nur für erfahrene Berggeher geeignet.
Wie man den Gipfel erreichtDas Massiv gehört zum Einzugsgebiet der Waag — der Ludárov-Bach entwässert die Osthänge, der Fluss Bystrá die Westhänge, beide münden in die Štiavnica. Ein stiller, selten besuchter Winkel der Niederen Tatra — und gerade deshalb etwas Besonderes.