Der Nationalpark Retezat ist das wildeste und beeindruckendste Gebirgsmassiv der rumänischen Karpaten — eine weitläufige Bergwildnis mit über zwanzig Gipfeln über 2.000 m und mehr als 80 Gletscherseen, die zwischen den alten Granitgraten funkeln. Wer hier wandert, erlebt eine ursprüngliche alpine Natur, die in Mitteleuropa ihresgleichen sucht.
Die Landschaft wurde von zwei großen Vereisungen (Riss und Würm) geformt und beeindruckt mit dramatischen Karen, Moränenwällen und felsigen Terrassen. Im Sommer blühen auf den Hochwiesen Edelweiß, Almrosen und Dutzende endemischer Wildblumen, während der Lacul Bucura — Rumäniens größter Gletschersee — im Herzen des Massivs in der Sonne glitzert. Der Herbst verwandelt die Buchen- und Fichtenwälder in ein Farbenmeer aus Gold und Rot. Im Winter liegt dichter Schnee auf den Graten und der Park wird zu einer stillen, majestätischen Einsamkeit — nur für gut ausgerüstete Bergsteiger geeignet. Braunbären, Wölfe, Eurasische Luchse, Gämsen und Steinadler sind hier heimisch.
AnreiseDer 1935 auf Initiative von Professor Alexandru Borza und dem weltberühmten Forscher Emil Racoviță gegründete Park beherbergt fast 1.190 Pflanzenarten, darunter 90 endemische Taxa — ein botanischer Schatz, der ihm den Natura-2000-Status eingebracht hat.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)