Der Nationalpark Jiu-Schlucht gehört zu den wildesten und eindrucksvollsten Ecken der Südkarpaten — ein Ort, an dem sich der Fluss Jiu durch mächtige Felswände kämpft und dabei eine spektakuläre Schlucht zwischen den Gebirgen Vâlcan und Parâng formt. Wer ursprüngliche Natur mit Braunbären, Eurasischen Luchsen und alten Buchenwäldern sucht, wird hier nicht enttäuscht werden.
Mehr als 80 % der 11.127 Hektar großen Parkfläche sind mit Buchen- und Eichenwäldern bedeckt, die von Gebirgsbächen, Wasserfällen und Kalkfelswänden durchzogen werden. Die Landschaft verändert sich dramatisch mit den Jahreszeiten: Im Frühling tost das Schmelzwasser durch die Schlucht, im Sommer spendet das dichte Blätterdach kühlen Schatten, der Herbst färbt das ganze Tal in leuchtendes Gold und Rot, und im Winter wirken die Felswände karg und majestätisch. Besonders sehenswert ist das geologische Naturdenkmal Sfinxul Lainicilor — eine sphinxförmige Felsformation, die allein durch Verwitterung entstanden ist.
AnreiseIm Park wächst die seltene Karpatenpflanze Tozzia carpathica, die unter der EU-Habitat-Richtlinie geschützt ist — ein stiller Beweis dafür, dass die Jiu-Schlucht Naturschätze birgt, die es sonst nirgendwo gibt.