Der Nationalpark Buila-Vânturarița ist Rumäniens kleinster Nationalpark — aber er steckt voller Überraschungen. Auf nur 4.186 Hektar im südlichen Căpățânii-Gebirge im Kreis Vâlcea vereint er scharfe Kalksteingrate, verborgene Höhlen, uralte Buchenwälder und eine beeindruckende Artenvielfalt. Wer unberührte, wilde Karpaten fernab des Trubels sucht, ist hier genau richtig.
Das Landschaftsbild wird vom Karst geprägt: Weiße Kalksteintürme und -kämme ragen über dichten Buchen- und Fichtenwäldern auf, durchzogen von engen Schluchten und gespickt mit Höhlen. Die Atmosphäre wandelt sich mit den Jahreszeiten — im Frühjahr blühen wilde Orchideen und Windröschen, im Sommer duftet es nach Thymian und Harz, der Herbst verwandelt die Buchenwälder in ein leuchtendes Goldmeer, und im Winter wirken die verschneiten Kalksteingrate geradezu märchenhaft. Braunbären, Wölfe und Eurasische Luchse sind hier heimisch, und wer Glück hat, findet ihre Spuren auf dem Wanderweg.
Anreise und ZugangEin botanisches Highlight: Der Frauenschuh (Cypripedium calceolus) — eine der seltensten und schönsten Wildorchideen Europas — wächst hier auf natürlichen Standorten. Ein Besuch im Spätfrühling lohnt sich daher ganz besonders.