Das Oberinntal ist der obere Bereich des Tiroler Inntals und erstreckt sich von der Grenze zum Schweizer Engadin bis in die Nähe von Innsbruck. Hier wechseln sich enge Felsschluchten mit weiten, sonnenverwöhnten Talböden ab, umrahmt von bis zu 3000 m hohen Bergen.
Das Tal trennt die Nördlichen Kalkalpen von den südlich gelegenen, höheren Zentralalpen. Im Gegensatz zum Unterinntal ist das Oberinntal schmaler und wird an manchen Stellen, etwa bei Zams und Roppen, von Schluchten geprägt oder bildet eine markante Bergsturzlandschaft am Eingang des Ötztals. Ab Silz weitet sich der Talboden merklich, begleitet von Mittelgebirgsterrassen, darunter das ausgedehnte Mieminger Plateau. Geschützt durch die umliegenden Bergketten herrscht hier ein inneralpines Trockenklima mit wenig Niederschlag, viel Sonne im Winter und wenig Nebel — ideale Bedingungen für Ausflüge zu jeder Jahreszeit.
AnreiseWissenswert: Bereits die Römer nutzten mit der Via Claudia Augusta eine Route durch dieses Tal — ein Beleg dafür, dass diese Verbindung seit fast zweitausend Jahren Nord und Süd verbindet.