Die Schwarzkopfer Wälder bilden das größte Schutzgebiet im Böhmerwald des Oberpfälzer Grenzgebiets - 327 Hektar alter Buchen- und Mischwälder an den Hängen des Čerchov, Malý Čerchov und Sedlová jedlina. Hier zeigt sich der Wald noch so, wie er vor menschlicher Ordnung aussah.
Weil das Gebiet lange im ehemaligen Grenzsperrgebiet lag und der Öffentlichkeit unzugänglich war, hat sich die Natur nahezu ungestört erhalten. Saure Buchenwälder herrschen auf den sanfteren Hangbereichen vor, während sich an steinigen Hängen wilde Schluchtwälder mit Felsblöcken und umgestürzten Stämmen finden. Im Herbst leuchtet der Wald golden und kupferfarben, im Winter legt sich eine Stille über alles, die nur gelegentlich von der Spur eines Luchses im Schnee unterbrochen wird. Der Gipfel des Čerchov selbst, im 19. Jahrhundert abgeholzt und stark verändert, gehört nicht mehr zum Reservat.
Anreise
Praktische Informationen
Dass sich der Luchs gerade hier wieder angesiedelt hat, nachdem er in Böhmen einst vollständig verschwunden war, macht die Schwarzkopfer Wälder zu einem der wenigen Orte, an denen man die Anwesenheit dieses scheuen Raubtiers tatsächlich spüren kann.