Die Höhle Milada gehört zu den geheimnisvollsten Naturwundern der Silická Planina im südlichen Teil der Slowakei. Ein unterirdischer Fluss, mächtige Hallen und Dome, die bis zu 65 Meter über dem Flussbett aufragen, und ein funkelnder Schmuck aus Stalaktiten und Sintervorhängen — das alles wartet in der Tiefe des Slowakischen Karstes.
Die Höhle liegt etwa 1 km südöstlich des Dorfes Silická Brezová im Bezirk Rožňava und ist in triassischen Wettersteinkalksteinen entstanden. Sie bildet den Versinkungsbereich eines bedeutenden unterirdischen hydrologischen Systems: Das Wasser taucht hier unter der Erde ab und tritt erst an der Kečov-Quelle wieder ans Tageslicht — welchen Weg es dabei nimmt, ist bis heute nicht vollständig bekannt. Die Karstlandschaft ringsum begeistert mit trockenen Tälern, Dolinen und weiten Ausblicken über das Plateau, die im Herbst besonders stimmungsvoll sind.
Die Höhle ist 800 Meter lang und umfasst einen Flussstollen, mehrere Versturzhallen und Dome sowie Stalaktiten, Stalagmiten, Sintervorhänge und kleine Seen. Den Abschluss bildet ein Durchflusssee. Nach der Entdeckung wurde ein eigener Zugangsstollen angelegt.
AnreiseEntdeckt wurde die Höhle im Jahr 1946 von Ján Majko und seinen Mitstreitern, die über einen 19 Meter tiefen Schacht in ihr Inneres vordrangen. Im Jahr 1960 gelang J. Jirásek die Durchquerung eines Wassersiphons und damit die Entdeckung weiterer 360 Meter unbekannter Gänge — ein Beweis dafür, dass diese Höhle noch längst nicht alle ihre Geheimnisse preisgegeben hat.