Der Izvorul-Muntelui-Stausee — auch Lacul Bicaz genannt — ist einer der größten Stauseen Rumäniens: ein langgestrecktes Gewässer, das sich zwischen den bewaldeten Kämmen der Ostkarpaten schlängelt. Wer hier ankommt, wird von der Weite des Wassers und der Stille der umliegenden Bergwälder sofort in den Bann gezogen.
Der See erstreckt sich über rund 35 km von Nordwesten nach Südosten und folgt dem versunkenen Tal der Bistrița. Steile, dicht bewaldete Hänge fallen unmittelbar zum Wasser ab, und der Seespiegel schwankt im Jahresverlauf um bis zu 25–30 Meter — was dem Ufer ständig ein neues Gesicht gibt. Im Sommer glitzert das Wasser zwischen grünen Hügeln, im Herbst leuchten die Wälder in warmen Tönen, und im Winter liegt Nebel über der Wasserfläche. Am rechten Ufer im Bereich Izvorul Alb wurde ein 150 Hektar großes Aquatisches Naturschutzgebiet ausgewiesen. Im See leben Forellen, Äschen, Barben, Huchen und viele weitere Arten.
AnreiseDer 127 Meter hohe Bicaz-Damm, fertiggestellt 1960, entstand unter dem Einsatz politischer Gefangener als Zwangsarbeiter und erforderte die Umsiedlung von 22 Dörfern mit über 18.000 Menschen — ein schweres Erbe, das durch ein Gedenkkreuz am Damm und die Gemälde der Künstlerin Iulia Hălăucescu in Erinnerung gehalten wird.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)