Das Inntal ist eines der markantesten Alpentäler überhaupt - ein langes Tal, das der Inn von Südwesten nach Nordosten durch die Ostalpen zieht. Von der Schweiz über Tirol bis nach Bayern bietet es eine faszinierende Vielfalt an Landschaften, die sich auf jedem Abschnitt völlig verändert.
Im Engadin beginnt das Tal eng und von Seen geprägt, an einem davon liegt der berühmte Kurort St. Moritz. Im Unterengadin verengt es sich zu eindrucksvollen Schluchten, bevor es die österreichisch-schweizerische Grenze erreicht. In Tirol weitet sich das Tal, schlägt bei Landeck einen Bogen nach Westen und führt über Imst weiter zum Großraum Innsbruck. Ab Imst zeigt sich eine breite Talsohle, die sich bis Kufstein an der deutschen Grenze zieht. Es handelt sich um ein typisches Gletscher-Trogtal mit steilen Flanken und hoch liegenden Schultern und Terrassen - Zeugnisse des einst mächtigen Inn-Gletschers. Ab Kufstein verflachen die umgebenden Berge zu hügeligen Endmoränen, und das Tal öffnet sich zur weiten Beckenlandschaft, durch die der Inn schließlich bei Passau in die Donau mündet.
AnreiseIm 19. Jahrhundert besuchten rund 250 Landschaftsmaler, die sogenannten 'Inntalmaler', die Gegend zwischen Rosenheim und Kufstein und fanden dort vielfältige Motive.