Der Filzteich ist ein historischer Stausee im westlichen Erzgebirge, der seit über fünfhundert Jahren Bergbau-Nutzung und Erholung miteinander verbindet. Der Ostteil ist ein beliebtes Strandbad, der Westteil ein ruhiges Naturschutzgebiet, umgeben von Wald. Kaum ein Ort verbindet Bergbaugeschichte und sommerliche Entspannung so gelungen.
Die Landschaft rund um den Teich wird von Moorböden und dichten Fichtenwäldern geprägt, die schon Goethe bei seinem Besuch beeindruckten. Im Sommer sind die Liegewiesen und Strände belebt, im Winter verwandelt sich der zugefrorene See in eine natürliche Schlittschuhbahn, und die umliegenden Moorwälder verleihen der Gegend zu jeder Jahreszeit eine urwüchsige Atmosphäre.
AnfahrtDer Stausee wurde zwischen 1483 und 1485 für den Schneeberger Zinnbergbau angelegt, und 1783 ereignete sich hier ein folgenschwerer Dammbruch, an den bis heute ein Gedenkstein am Kanal erinnert. Der See ist zudem für seine großen Karpfen berühmt, die seit Generationen Angler anziehen.