Die Bystrá dolina liegt auf der Südseite der Westlichen Tatra und gehört zu den ruhigeren, weniger überlaufenen Tälern der Region — ein echtes Juwel für alle, die Natur pur und Stille suchen. Rund 5 Kilometer lang, begleitet vom Rauschen des Baches Bystrá, führt das Tal bis hinauf in einen glazialen Kessel mit malerischen Bergseen.
Was dieses Tal besonders macht, ist der schrittweise Wandel der Landschaft: Unten, zwischen 970 und 1 380 Metern, schützt dichter Fichtenwald vor Sonne und Wind. Weiter oben übernimmt das Latschengebüsch (1 380–1 690 m), bevor sich ab 1 690 Metern weite Almwiesen öffnen. Im Frühling blühen die Wiesen bei Žihľavník und Trsteník, im Sommer spendet der Wald angenehmen Schatten, im Herbst leuchtet das Tal in warmen Farben und im Winter liegt es still unter einer Schneedecke. Der Bach Bystrá nimmt auf seinem Weg zahlreiche Zuflüsse von den Hängen der Kotlová und Ježová auf.
Anreise und ZustiegDas Tal gliedert sich in mehrere benannte Abschnitte: Žihľavník ganz unten (970–1 100 m), darüber Jama (1 100–1 230 m) und die ausgedehnte Wald-Wiesen-Zone Trsteník (1 230–1 380 m). Die oberen Bereiche führen zu den Vyšné Bystré plesá — drei kleinen Seen im Gletscherkessel. Etwas abseits, auf 1 840 Metern in einem Seitenkessel, liegt das stille Anitino očko (Nižné Bystré pleso).
Besonders das versteckte Anitino očko hat etwas Magisches — abgelegen und kaum besucht, wirkt es wie ein gut gehütetes Geheimnis des Tales, das nur geduldige Wanderer kennenlernen dürfen.