Das Bocianská-Tal ist einer der bedeutendsten Naturkorridore durch die Niederen Tatra in der Slowakei — ein 16 Kilometer langes Tal, das das gesamte Gebirge in zwei Hälften teilt. Es bildet die natürliche Grenze zwischen dem höheren westlichen Teil (Ďumbierske Tatry mit allen Gipfeln über 2000 m) und dem etwas niedrigeren östlichen Abschnitt (Kráľovohoľské Tatry). Wer authentisches Bergflair abseits des Trubels sucht, ist hier genau richtig.
Das Tal zeigt zwei Gesichter: Der obere Abschnitt ist aus Granit aufgebaut und wirkt wilder und ursprünglicher, während der untere Kalksteinteil offener und sanfter ist. Im Talboden liegen drei malerische Dörfer — Vyšná Boca, Nižná Boca und Malužiná — bekannt für ihre traditionelle Holzarchitektur, die sich langsam zu einem gemütlichen Touristenziel entwickelt. Im Sommer laden Wiesen und Wälder zum Wandern ein, im Winter wird der Čertovica-Pass (1238 m) zum Skigebiet. Die höheren Tallagen liegen im Nationalpark Niedere Tatra.
Anreise und RoutenIm Tal erinnern Gedenkstätten an Partisanen des Slowakischen Nationalaufstands — ein stilles Zeugnis dafür, dass diese Berge auch bewegende Geschichte in sich tragen.