Der Bieszczady-Nationalpark ist eines der wildesten Naturschutzgebiete Mitteleuropas — ein weitläufiges Hochland im polnischen Teil der Ostkarpaten, in dem Braunbären, Wölfe, Luchse und Wisente durch uralte Buchenwälder streifen und offene Almwiesen die Gipfel krönen. Es ist der größte Nationalpark in den polnischen Bergen und ein Ort, der noch echte Wildnis bietet.
Die Landschaft des Parks verändert sich mit jeder Jahreszeit auf eindrucksvolle Weise. Im Frühling blüht das Märzenschneegöckchen entlang der Bäche, im Sommer verwandeln sich die Hochlagen — die sogenannten 'Połoniny' — in blühende Bergwiesen, der Herbst taucht die Buchenwälder in leuchtendes Gold und Kupfer, und der Winter hüllt alles in tiefe Stille. Diese Połoniny, die ab etwa 1150–1250 m beginnen, sind ein einzigartiges ostkarpathisches Phänomen, das es nirgendwo sonst in Polen gibt. Der höchste Gipfel, die Tarnica (1346 m), belohnt Wanderer mit einem Panoramablick bis in die Ukraine und die Slowakei. In den Tälern begegnet man den stillen Überresten ehemaliger Dörfer — Steinfundamente, verwilderte Obstgärten und einzelne Wegbäume erinnern an die Umsiedlungen der 1940er Jahre.
Anreise und AusgangspunkteSeit den 1960er Jahren haben sich die damals aus Zuchtbetrieben eingebrachten Wisente prächtig entwickelt — heute beherbergt der Park die größte frei lebende Bergwisent-Herde der Welt mit rund 280 Tieren. Das allein macht diesen Ort zu einem ganz besonderen Reiseziel.