Die Báraczháza-Höhle, auch als Csákvári-Höhle bekannt, zählt zu den bedeutendsten paläontologischen Höhlen Ungarns. Sie liegt in den Dolomitfelsen des Nagy-hegy (Guba-hegy) am Rand der Stadt Csákvár im Vértes-Gebirge. Hier wurden Fossilien von über 180 Tierarten gefunden, darunter das dreihufige Urpferd Hipparion, eine urzeitliche Giraffe, ein Mastodon und ein Säbelzahntiger - Funde von europäischem Rang.
Drei hohe, spaltenförmige Eingänge sind schon von der Straße nach Csákberény aus zu erkennen, dichte Vegetation verbirgt jedoch den eigentlichen Zugang. Im Inneren erstreckt sich die 87,5 m lange Höhle entlang sich fast rechtwinklig kreuzender Spalten, geschmückt mit bescheidenen Tropfsteinbildungen und dichten Wurzeln, die durch Deckenrisse hereinhängen. Am Eingang findet sich eine römische, lateinische Inschrift, die der Göttin Diana gewidmet ist.
Anfahrt
Praktische Hinweise
Der Legende nach sitzt nachts eine weiße Frau am Höhleneingang und bewacht einen verborgenen Schatz - eine Geschichte, die die Dorfbewohner einst überzeugte, die ersten Forscher seien in Wahrheit Schatzsucher.