Die Alba-Regia-Höhle gehört zu den bemerkenswertesten unterirdischen Systemen Ungarns - sie ist die längste und tiefste Höhle des Bakony-Gebirges und die viertiefste Höhle des ganzen Landes. Lange Zeit galt sie sogar als die drittiefste Höhle Ungarns. Dieser Ort ist eher für erfahrene Höhlenforscher als für gelegentliche Besucher gedacht.
Die Höhle entstand im unterjurassischen und oberen Triaszeitlichen Dachsteinkalk. Ihre Gänge bilden stufenförmig angeordnete Ebenen mit Höhenunterschieden von 10 bis 20 Metern, geprägt vom Einfallwinkel der Gesteinsschichten. Im Inneren finden sich verschiedene Tropfsteinformationen wie Sinterdraperien, Stalagmiten, Stalaktiten, Röhrenstalaktiten und seltene Teratome. Die Atmosphäre ist rau und anspruchsvoll - in den tiefsten Bereichen erreicht die Kohlendioxidkonzentration etwa 4 %, gemessen wurden sogar bis zu 5,5 %, was die Erforschung erheblich erschwert.
Anreise
Praktische Informationen
Ausführliche faunistische Untersuchungen wiesen 216 Tierarten in der Höhle nach. Auch der Siebenschläfer kommt hier häufig vor, sogar in 130 Metern Tiefe in kohlendioxidreichen Abschnitten.