Die Wierchliczka (966 m ü. d. M.) ist der östlichste Gipfel der polnischen Kleinen Pieninen — abseits der üblichen Touristenströme, ruhig und dabei überraschend eindrucksvoll. Die polnisch-slowakische Staatsgrenze verläuft genau über den Gipfel, was diesem Ort einen ganz besonderen Grenzcharakter verleiht. Wer hierher gelangt, wird mit weiten Almwiesen, weidenden Schafen und freiem Blick auf das Beskid Sądecki belohnt.
Die nördlichen Hänge werden von den großen offenen Wiesen Zapustek und Brysztan geprägt — einst die Felder des heute verschwundenen Lemken-Dorfes Biała Woda. Heute treiben Hirten aus dem Podhale ihre Schaf- und Rinderherden auf diese Weiden. Die südlichen Hänge sind bewaldet und gehören zum slowakischen Pieninen-Nationalpark (PIENAP). Im Frühling blühen die Wiesen bunt, im Sommer vermitteln sie ein herrliches Raumgefühl, und im Herbst leuchten sie golden in der Sonne.
Anfahrt und AufstiegAuf der Wierchliczka wächst die in Polen seltene Hügel-Kratzdistel — ein stiller Zeuge der bewegten Geschichte dieses Grenzberges. Der Name des Gipfels leitet sich vom slowakischen Bach Riečka ab, der an seinen Südhängen hinabfließt.